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24.05.2013 | Belgrade
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Topčider-Park

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Einer der ältesten Parks in Belgrad, Topčider, befindet sich im Tal des Topčider-Flusses. Der Name Topčider stammt vom türkischen Wort topči (dt. Kanonier) und dem persischen der (dt. Tal). Hier stand früher ein Lager der Artillerie, wo die Türken während der Besatzung Belgrads 1521 ihre Kanonen für den Angriff auf Belgrad gegossen hatten. Später wurde Topčider zum beliebtesten Ausflugsort der Belgrader Paschas.

Auf diesem Ort wurde zur Zeit der Herrschaft des Fürsten Miloš Obrenović, in den 1830er Jahren, der Palast erbaut, als der Hauptbau des Wohnkomplexes des Fürsten. Gleichzeitig mit dem Bau des Palastes baute man auch die Zugangswege, man pflanzte Bäume an und verschönerte die Gegend um den Schlosskomplex herum. Im Schilfrohr und Lampenputzer entstand der erste Belgrader Park.

Es gibt eine Sage darüber, wie die berühmte Platane vor dem Palast angepflanzt wurde. Der Franzose, der die Parkgestaltungsarbeiten geleitet hatte, fragte den Fürsten Miloš, was er mit noch einer übriggebliebenen Jungpflanze von den Platanen machen sollte. Der Fürst befahl, dass die Jungpflanze in das nahgelegene Loch für den beim Palastbau benutzten Kalk gelegt und dort angepflanzt werden sollte. So wuchs eine der ältesten und schönsten Platanen in Europa aus, die heute über 170 Jahre alt und als Naturrarität geschützt ist.

Der Anwendungszweck des Topčider-Parks wurde mit der Zeit geändert. Er wurde als privater Schlosspark für den Herrscher gebaut, wird aber ab 1903 für die gesamte Bevölkerung zugänglich. Man kam nach Topčider am häufigsten in Fiakern. Mit der Einführung der elektrischen Straßenbahn, der populären ''Topčiderac'', die vom Platz Terazije aus nach Topčider abfuhr, wurde dieser Naturkomplex zum meistbesuchten Ausflugsort der Belgrader.

Im Park vor dem Palast stehen drei Denkmäler. Der Obelisk, der 1859 zu Ehren der Wiederkehr des Fürsten Miloš an die Macht (seiner zweiten Regierungszeit) errichtet wurde, ist das Werk vom Steinmetz Franz Loranne und ist eines der wenigen aufbewahrten Denkmäler aus der Mitte des 19. Jh. Die Skulptur ''Žetelica'' (dt. Mäher) wurde 1852 errichtet und ist das einzige aufbewahrte und älteste Beispiel einer Zierskulptur aus der Reihe der Parkdekorationen Belgrads im 19. Jh. Die Skulptur repräsentiert die Göttin des Ackerbaus Ceres und ist das Werk des Wiener Bildhauers Fidelis Kimmel. Das Archibald-Reiss-Denkmal, das 1931 als Zeichen der Dankbarkeit an Archibald Reiss, den Schweizer Kriminologen, Publizisten und Ehrenfeldherr des serbischen Heeres errichtet wurde, ist das Werk von Marko Brežanin. Das Denkmal wurde in der unmittelbaren Nähe von Reissens Haus (Vojvode Mišića 73) angebracht, zwei Jahre nach dessen Tod.

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